Indian Single Malt

Ja, in Indien wird Whisky produziert. Und ich nehme jetzt direkt etwas vorweg: Indischer Whisky kann sehr gut sein. Es gibt aber ein paar Dinge zu beachten. Bevor ich Ihnen mehr über die Hintergründe berichte, stelle ich Ihnen kurz und bündig unsere Highlights der drei großen, exportierenden Destillerien vor, mit denen Sie nichts falsch können:

Author’s Choice:

Rampur

Rampur Select Indian Single Malt Indischer WhiskyMein Favorit von Rampur ist auch gleichzeitig der erste Indian Single Malt der Destillerie. Der Rampur Vintage Select Casks.

Tolle Fruchtaromen mit ordentlicher Eichennote und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn Sie ihn direkt probieren möchten, können Sie ihn über den nachfolgenden Button bestellen.

Hier gibt es meine Top-Empfehlung von Rampur

Falls Sie noch weitere Informationen benötigen, können Sie hier aber auch unseren detaillierten Testbericht lesen.

 


Amrut

Amrut Fusion Single Malt indischer WhiskyHier fällt die Wahl ganz klar auf den Amrut Fusion. Im Jahr 2010 kürte ihn Jim Murray diesen Single Malt zum drittbesten Whisky der Welt gekürt. Ein herausragender Single Malt Whisky, auch wenn die hohe Bewertung in den folgenden Jahren nicht mehr erreicht wurde.

Vielfältige Aromen, toller Geschmack und ein runder Abgang. Ein absolutes Highlight!

Diesen Whisky müssen Sie probieren. Es lohnt sich wirklich. 

Hier gibt es einen der besten Whisky der Welt

Falls Sie noch unentschlossen sind, geht es hier zunächst zu unserem detaillierten Test.

 


Paul John

Paul John Brilliance Indian Single Malt Indischer WhiskyVielleicht etwas unspektakulär, aber für mich punktet der Paul John Brilliance, also ein Teil der dauerhaft produzierten core range.

Der Whisky ist in keiner Kategorie wirklich herausragend, aber ein super Allrounder mit einer interessanten Mischung aus Süße und malziger Schärfe, der Ihnen einen gemütlichen Abend – vielleicht mit Sessel und Kamin – wirklich abrunden kann.

Hier können Sie den Allrounder von Paul John kaufen

Unsere detaillierten Testbericht finden Sie hier.

 

Indische Whisky-Tradition

Die Liebe der Inder zum Whisky ist ein Überbleibsel aus der britischen Kolonialzeit. Im 19. Jahrhundert wurde der Scotch Whisky nach Indien gebracht und seine Nachfolger aus indischer Eigenproduktion sind nicht mehr weg zu denken. Wie viele Trends aus dieser Zeit waren es die wohlhabende Bürgerschicht und die Herrscherschicht, die den Scotch Whisky zuerst für sich entdeckten. Nach und nach wurden dann eigene Herstellungsverfahren in Indien entwickelt und eigene „indische Whiskys“ hergestellt, sodass die breite Masse Zugang zu dieser Spirituose erhielt. Im Namen der Whisky-Marken erkennt man oft noch den britischen Ursprung des indischen Whiskys wieder. Bekannte Marken sind z.B. McDowell’s, Imperial Blue oder Bagpipe.

Besonderheiten des indischen Whiskys

Allerdings sind die Kriterien dafür, dass sich das Produkt Whisky nennen darf, in Indien nicht so strikt wie in Europa. Viele Produkte könnten eher als Rum bezeichnet werden, da auch Melasse destilliert wird. Da in Indien sehr viel Zuckerrohr gedeiht, ist dies eine naheliegende Entwicklung. Das Klima in Indien sorgt für eine bis zu dreimal schnellere Fassreifung als in Europa. So können auch junge Whiskys eine hohe Qualität erreichen. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings der mit bis zu 10 % pro Jahr, sehr hohe Angel’s Share, also der Anteil des Whiskys, der während der Reifung verloren geht.

Aber es scheint zu funktionieren und sich zu lohnen, denn Indien ist tatsächlich der größte Markt für Whisky. Zu den meistgetrunkenen Whisky-Marken weltweit gehören viele indische Produkte. Von vielen haben Sie wahrscheinlich noch nie etwas gehört. Oder kennen sie den Blend Officer’s Choice? Eher nicht, aber das ist mit über 312 Millionen Litern (Stand 2016) die meistverkaufte Spirituosenmarke der Welt und tatsächlich ein Grain Whisky, also destilliert aus ungemälztem Getreide mit dem sogenannten Coffey-Verfahren. 

Indian Single Malt Whisky

Aber nicht jeder indischer Whisky enthält Melasse. Es gibt in Indien drei große Anbieter (Rampur, Amrut, Paul John), die richtigen Single Malt Whisky produzieren. Diese Destillerien halten sich bei der Produktion an die europäischen Richtlinien:

  • Es wird nur Getreide für die Herstellung verwendet.
  • Der Rohbrand entstammt nur einer Destillerie und darf nicht mehr als 94,8 Volumenprozent Alkohol enthalten.
  • Die Reifung erfolgt für mindestens 3 Jahre in Eichenfässern, deren Volumen 700 Liter nicht überschreiben darf.
  • Nach der Reifung darf das Produkt nur mit Wasser und/oder Zuckercouleur versetzt werden.
  • Der Whisky muss mit mindestens 40 vol% in die Flasche abgefüllt werden.

Wir können also auch in Indien hochwertige Single Malt Whiskys bekommen. Wir haben viele dieser Whiskys probiert und wollen Ihnen hier eine Übersicht geben, die aus mehr als nur aus anonymen Online-Bewertungen besteht. Schauen Sie sich um und finden Sie den richtigen Whisky für sich. Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar, wie es Ihnen geschmeckt hat.

Hier geht es zu den Highlights der Rampur Destillerie.

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